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#1
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musik
ein morgen aus klirrender erde aus dunklen flüssen und leeren händen bis die dunkelheit gefriert die tönernen worte sich biegen wird irgendwo klavier gespielt ich bewahre diesen klang vergesse ihn folge der bewegung eines traums seinem fluss, seinem gewicht der stille seiner larven dem sternenlabyrinth an der gewohnheit des erwachens sterbe ich in den neuen tag werde mich erinnern bis der regen fällt an die blumen das tönerne lied wieder erklingt |
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#2
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finde die ersten zwei zeilen super, einfach wunderschön. dann verlieren sich für mich irgendwie die dichte und die musik. wieso tauchen die tönernen worte auf? wird das lied auf dem klavier gespielt. geht es um die klänge der klaviermusik oder eher um die worte, warum ist am ende das tönerne lied? "stille seiner larven" und "an der gewohnheit des erwachens / sterbe ich in den neuen tag" gefallen mir auch sehr gut, hab aber das gefühl, dass manche bilder lose im text stehen... wäre schade, der schönen stellen und funde wegen..
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#3
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es geht darum ob und wie man texte, das heisst vielleicht unbekannte gedankengänge nachvollziehen will, kann... hier ist ein klarer ablauf von erinnerung im gegenwärtigen geschildert, bebildert- er innerung und bildliche äusserungen dazu..ich bin im schreiben ein zwischenmensch, zwischen den welten und den worten zuhause und erzähle in meinen texten von diesem für mich riesigen land
![]() danke fürs lesen ziagrüsse |
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#4
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nun, die gedankengänge habe ich schon verstanden. wie auch den versuch, die zwischenwelten und den erinnerungs- bzw. vergessens- und assoziationsvorgang in worte und bilder zu fassen. dazu hast du auch einige sehr, sehr schöne gefunden. was die klarheit betrifft - so ist es vielleicht eine ermessensfrage. aber ich habe vorher gar nicht von den gedankengängen selbst, sondern von ihrer ausführung gesprochen - von der dichte des textes, von seiner (formalen) schlüssigkeit etc. irgendwelche kriterien, nach denen man beurteilt, ob der text besonders gut gelungen ist oder nicht, sollte es doch geben, oder? für mich waren die ersten zeilen der hammer und ich habe deswegen auch von dem rest mehr erwartet. m.m.n. sind einige stellen im text so schön, dass man denen zuliebe an dem text noch weiter arbeiten könnte... ich denke, dafür ist das forum auch da
Geändert von Ignota (18.03.2010 um 21:37 Uhr). |
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#5
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ja stimmt, die forenarbeit ermöglicht dem subiekt seine aus dem innernen evozierten textbilder objektiv zu optimieren. ich selbst will, muss, worte und wortanalogien fühlen, ist es nun unverschämt wenn ich dich bitte mir aus dem bauch heraus, spielerich den text nach deinem gusto zu ver formen? dann seh ich weiter um textlich zu optimieren
![]() lg zia |
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#6
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oh je, da hab ich immer skrupel gehabt... aber es ist sicherlich nicht unverschämt, danach zu fragen. ich versuch's mal, wird aber ein weilchen dauern, andere pflichten rufen. mit fühlen hast du übrigens völlig recht, ohne fühlen geht nun gar nichts...
lg |
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#7
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ähm, viel verformen konnte ich nicht, vielmehr aus dem gefühl, aus der assoziation heraus dazwischenreden:
ein morgen aus klirrender erde aus dunklen flüssen und leeren händen bis die dunkelheit gefriert und tönerne worte sich biegen klaviertöne tropfen erfüllen verrinnen ich aber folge dem strom eines traums schweren gewässern seiner larven verschlossener stille dem irrgang loser gestirne an gewohntem erwachen sterbe ich in den tag ins erinnern bis der regen fällt an die blumen und das tönerne lied neu erklingt :redface: schäme mich, dazwischengeredet zu haben, ist nicht meine art... hoffe aber, es war nicht umsonst
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#8
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es ist das folgen der musik, die immer spielt und die nicht immer von der resonaz mensch adaptiert wird...dann wird die natur stärker als der geist
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#9
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"Aber die Liebenden nimmt die erschöpfte Natur
in sich zurück, als wären nicht zweimal die Kräfte, dieses zu leisten." http://rainer-maria-rilke.de/110001elegie.html |
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